Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die Fragen, die uns immer wieder begegnen und ihre entsprechenden Antworten rund um das Thema "Stahlrohrherstellung" bei Salzgitter Mannesmann Line Pipe.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

1. Wie lauten die neuen Normbezeichnungen für Stahlrohrwerkstoffe?
Die neuen Bezeichnungen richten sich nach den jeweiligen Technischen Lieferbedingungen.
Bei Gasleitungsrohren bis 16 bar (Ersatz der DIN 1626 durch DIN EN 10208-1) sind dies die Werkstoffgüten L 210 GA bis L 360 GA (Ersatz der bisherigen Güten St 37.0 bis St 52.0).
Bei Hochdruckgasleitungsrohren über 16 bar (Ersatz der DIN 17172 durch DIN EN 10208-2) sind dies die Werkstoffgüten L 245 NB bis L 485 MB (Ersatz der bisherigen Güten StE 210.7 bis StE 480.7 TM).
Bei Wasserleitungsrohren (Ersatz der DIN 1626 durch DIN EN 10217-1 "Rohre für Druckbeanspruchungen" bzw. DIN EN 10224 "Rohre und Fittings aus Stahl für den Transport wässriger Flüssigkeiten einschließlich Trinkwasser" sind dies die Werkstoffgüten P 195, P 235 und P 265 nach DIN EN 10217-1 bzw. L 235, L 275 und L 355 nach DIN EN 10224. Beide Technischen Lieferbedingungen sind möglich.
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2. Wie lauten die neuen europäischen Druckbezeichnungen für Wasserleitungsrohre nach DIN EN 805?
Nach der DIN EN 805 "Wasserversorgung, Anforderungen an Wasserversorgungssysteme und deren Bauteile außerhalb von Gebäuden" bezeichnet PMA den höchsten zeitweise auftretenden Druck inklusive Druckstoß, dem ein Rohrleitungsteil standhält (früher Nenndruck) und PFA den zulässigen Bauteilbetriebsdruck (den höchsten hydrostatischen Druck, bei dem ein Rohrleitungsteil standhält) (früher Berechnungsdruck). PEA ist schließlich der höchste hydrostatische Druck, dem ein neu installiertes Rohrleitungsteil für kurze Zeit standhält, um bei ober- oder unterirdischem Einbau die Unversehrtheit und Dichtheit der Rohrleitung sicherzustellen (früher Baustellenprüfdruck).
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3. Was bedeutet der Begriff Schweißnahtfaktor?
Er gibt die Wertigkeit der Längsnahtschweißung bei geschweißten Stahlrohren an. Ein Faktor von 1,0 bedeutet, dass die mechanisch-technologischen Eigenschaften der Schweißnaht dem Grundwerkstoff entsprechen (Schweißnaht=Grundwerkstoff).
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4. Für welche Belastungen sind Stahlrohre für die Erdverlegung bemessen?
Stahlrohre nach DIN 2460 "Stahlrohre für Wasserleitungen" sind neben dem maximal zulässigen Betriebsdruck für eine Erdüberdeckung von 0,6 bis 6 m (kleiner DN 500) und für eine Verkehrsbelastung von SLW 60 ausgelegt. Bei der Bemesssung wurde ein möglicher Abfall des Betriebsdruckes auf p=0,2 bar (absolut) zusätzlich berücksichtigt.
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5. Müssen Stahlsteckmuffenrohre kathodisch geschützt werden (KKS)?
Aufgrund der elektrischen Trennung durch die Gummidichtung der Rohrverbindung ist eine Längsleitfähigkeit der Rohrleitung und damit eine Korrosionsgefährdung z.B. durch Vorliegen unterschiedlicher Böden nicht gegeben. Daher ist ein kathodischer Schutz einer Steckmuffenrohrleitung nicht erforderlich. Er kann jedoch auf Wunsch durch elektrische éœberbrückung der Rohrverbindung eingerichtet werden.
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6. Warum besteht die Kunststoff-Umhüllung aus drei Lagen?
Bei der Kunststoff-Umhüllung von Stahlleitungsrohren wird heute standardmäßig eine Dreischicht-Umhüllung ausgeführt. Die ersten beiden Schichten werden elektrostatisch als Pulver auf das vorher erwärmte Rohr aufgetragen, die eigentliche Kunststoff-Umhüllung nachfolgend als Schlauch nahtlos extrudiert. Die erste Schicht der Umhüllung besteht aus einem Epoxidharz und dient als Haftgrund auf der Stahlrohroberfläche, die zweite Schicht ist ein Polyethylen-Copolymerisat und dient als Haftvermittler zwischen Epoxidharz-Grundschicht und der eigentlichen Kunststoff-Umhüllung. Die Kunststoff-Umhüllung selber ist der eigentliche Korrosionsschutz. Derartig umhüllte Rohrleitungen können in allen Bodenaggressivitätsstufen eingesetzt werden.
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7. Welche Möglichkeiten der Nachumhüllung für die Kunststoff-Umhüllung gibt es?
Für die Vervollständigung der Kunststoff-Umhüllung im Rohrverbindungsbereich sind kalt oder warm zu verarbeitende Systeme nach DIN 30672 "Umhüllungen aus Korrosionsschutzbinden und wärmeschrumpfendem Material" zu verwenden. Standardmäßig werden heute entweder PE-Bindensysteme oder Schrumpfschläuche bzw. -manschetten eingesetzt.
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8. Welche Rohrbettung sollte für kunststoffumhüllte Rohre verwendet werden?
Bei einer Rohrverlegung mit Bodenverdichtung sollte eine Körnung des Bettungsmaterials von 0/4 (ungebrochen) verwendet werden. Bei Verwendung von Bettungsmaterial 0/8 muss die Verwendbarkeit im Einzelfall geprüft werden. Die Eignung beruht dabei ganz wesentlich auf der Sieblinie des Materials. Bei Verlegung ohne Grabenverdichtung ist eine Körnung 0/8 bis 0/16 zulässig (Klassifizierung nach DIN 4226 Teil 1).
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9. Wie kann eine oberirdisch freiverlegte Rohrleitung vor Witterungseinflüssen geschützt werden?
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, kunststoffumhüllte Rohrleitungen vor Witterungseinflüssen (insbesondere Sonneneinstrahlung) zu schützen. Entweder wird die Rohrleitung durch eine werksseitig aufgebrachte FZM-Ummantelung geschützt (frostbeständig), eine weitere Möglichkeit ist das Aufbringen eines Kunststoffbandes mit aufkaschierter Aluminiumfolie.
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10. Was ist eine EKB-Beschichtung?
Eine EKB-Beschichtung ist eine im elektrostatischen Heißluftauftragsverfahren porenfrei applizierte Kunststoff-Beschichtung auf Basis extrem widerstandsfähiger Epoxidharze. Dieser organische Schutzüberzug erfüllt die Anforderungen des schweren Korrosionsschutzes für den Trink- und Abwasserbereich.
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11. Was ist eine Faserzementmörtel-Ummantelung?
Eine Faserzementmörtel-Ummantelung ist ein zusätzlicher Schutz für den äußeren Korrosionsschutz von Stahlleitungsrohren mit Kunststoff-Umhüllung. Er besteht aus einer Mischung von Sand, Zement, Fasern, Wasser und weiteren Zuschlagstoffen und wird spiralförmig auf das Rohr aufgetragen, gleichzeitig wird außen als Armierung eine Gewebebandage in den Mörtel eingearbeitet. Eine Faserzementmörtel-Ummantelung wird immer dann eingesetzt, wenn die Kunststoff-Umhüllung während der Verlegung oder im späteren Betrieb der Rohrleitung erhöhten mechanischen Belastungen ausgesetzt ist, also z.B. in steinigen und felsigen Böden oder bei der grabenlosen Rohrverlegung.
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12. Beeinträchtigt die FZM-Ummantelung den kathodischen Korrosionsschutz?
Nein, die Ummantelung ist stark hygroskopisch und sättigt sich durch die anstehende Bodenfeuchtigkeit mit Wasser, so dass die Bodenfühligkeit der Rohrleitung in jedem Fall gewährleistet ist.
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13. Welche Möglichkeiten für eine Auftriebssicherung bei Seeverlegung (bzw. Dükerleitungen) gibt es?
Als werksseitige Möglichkeit kann die FZM-Ummantelung in Schichtdicken bis zu 50 mm ausgeführt werden, die Nachummantelung wird dann mit dem Gießmörtelsystem durchgeführt (nach Vervollständigung der Kunststoff-Umhüllung).
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14. Welche Materialien können für die Nachummantelung der FZM-Ummantelung verwendet werden?
Nach DVGW-Arbeitsblatt GW 340 "FZM-Ummantelung zum mechanischen Schutz von Stahlrohren und -formstücken mit Polyolefinumhüllung" können entweder Zementbinden oder Gießmörtelsysteme verwendet werden. Alternativ ist auch der Einsatz von GFK-Nachumhüllungen möglich. Bei Rohrleitungen für die grabenlose Verlegung sollte das Bindensystem nur mit einem zusätzlichen Glättmörtel verwendet werden, besser geeignet ist die Verwendung des Gießmörtelsystems oder eine GFK-Nachumhüllung.
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15. Für welche Bodenklassen ist die Faserzementmörtel-Ummantelung geeignet?
Grundsätzlich ist die FZM-Ummantelung für alle Bodenklassen nach DIN 18300 geeignet, sofern der anstehende Boden verdichtbar ist. Die Überdeckung sollte daher bei vorgeschriebener Verdichtung größer als die maximal vorliegende Korngröße sein.
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16. Welche Umhüllungen/Ummantelungen eignen sich für die grabenlose Rohrverlegung?
Die Umhüllung einer grabenlos zu verlegenden Rohrleitung sollte auf die Belastung während der Verlegung abgestimmt sein. Je nach Verlegeverfahren und vorliegender Bodenklasse kann z.B. eine Kunststoff-Umhüllung in "einfacher" Ausführung (LDPE nach DIN 30670 in normaler Schichtdicke) oder eine mechanisch belastbarere Umhüllung (höhere Schichtdicken oder MDPE nach DIN 30670, eventuell auch Polypropylen nach DIN 30678) eingesetzt werden. Bei hohen mechanischen Belastungen (steinige oder felsige Böden) empfiehlt sich die FZM-Ummantelung FZM-S (Sonderausführung für die grabenlose Rohrverlegung) nach DVGW-Arbeitsblatt GW 340. Die geeignete Umhüllung/Ummantelung sollte bei Bedarf mit Fuchs Rohr abgestimmt werden.
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17. Welche Punkte sind beim Einsatz der FZM-Ummantelung für den grabenlosen Rohrleitungsbau zu beachten?
Grundsätzlich ist die Ummantelung in der Ausführung FZM-S (Sonderausführung) zu verwenden. Bei dieser Ausführung können die auftretenden Scherkräfte bei der Verlegung durch eine spezielle Ausführung der Ummantelung sicher auf das Rohr übertragen werden. Bei Verwendung des Gießmörtelsystems sollte der Nachummantelung ausreichend Zeit zur Aushärtung gegeben werden (mindestens drei Tage), der Einfüllbereich der Nachummantelung muss je nach Wetterlage als Schutz vor Austrocknung abgedeckt werden. Zur Erleichterung des Rohreinzugs (Reibungsverminderung und Verminderung der Wasseraufnahme der Ummantelung) kann vor der Rohrverlegung eine Vorbehandlung mit einer Lösung auf Wachsbasis durchgeführt werden.
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18. Wie lauten die alten und neuen Bezeichnungen für Zement nach DIN 1164?
Zementmörtel-Auskleidungen für Wasserleitungsrohre werden nach DIN 2614 gefertigt. Für Trinkwasserleitungsrohre wird ein Zementmörtel auf Portlandzementbasis (neue Bezeichnung: CEM I), für Abwasserleitungsrohre oder sonstige Medien ein Zementmörtel auf Hochofenzementbasis (neue Bezeichnung: CEM III/A bzw. CEM III/B, je nach Hüttensandgehalt) eingesetzt.
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19. Wie muss der Schweißnahtbereich bei zementmörtelausgekleideten Rohren nach dem Schweißen nachbehandelt werden?
Die Zementmörtel-Auskleidung von stumpfgeschweißten Rohren ist standardmäßig um drei bis fünf Millimeter zurückgesetzt, damit die Rohrverbindung auf der Baustelle einwandfrei geschweißt werden kann. So verbleibt nach Herstellung der Rohrverbindung ein Restspalt im Rohrinneren von maximal 10 Millimetern. Da die Stumpfschweißverbindung jedoch nur bei Rohrleitungen zum Transport von Trinkwässern eingesetzt wird, ist eine Nachbehandlung des Schweißnahtbereiches nicht erforderlich. In diesem Bereich bildet sich durch Reaktion mit dem durchfließenden Trinkwasser eine Schutzschicht, die jeden Korrosionsangriff sicher verhindert.
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20. Welche Endenausführung der Zementmörtel-Auskleidung sollte verwendet werden?
Nach DIN 2614 "Zementmörtel-Auskleidungen für Gussrohre, Stahlrohre und Formstücke" gibt es zwei mögliche Endenausführungen der ZM-Auskleidung, standardmäßig wird heute die Endenausführung B geliefert. Hierbei ist die Auskleidung im Rohr um drei bis fünf Millimeter glatt zurückgesetzt, wodurch eine einwandfreie Baustellenschweißung ermöglicht wird. Die Endenausführung A wird nur noch in Einzelfällen angewendet.
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21. Welche Auskleidung eignet sich für Abwasserrohrleitungen?
Die Art der Auskleidung richtet sich nach dem zu transportierenden Medium und wird im Einzelfall durch Fuchs Rohr festgelegt. Je nach Abwasserbeschaffenheit wird nach DIN 2614 "Zementmörtel-Auskleidungen für Gussrohre, Stahlrohre und Formstücke" ein Hochofenzementmörtel (CEM III/A bzw. CEM III/B) zur Auskleidung verwendet, bei aggressiveren Medien auch mit speziellen Zusätzen.
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22. Wo liegen die Einsatzgrenzen der Auskleidung für Abwasserrohre?
Grundsätzlich können alle Abwässer transportiert werden, die den Anforderungen und Grenzwerten nach ATV-A 115 entsprechen. Bei éœberschreitung einzelner Grenzwerte oder Sonderanwendungen in Bezug auf die Betriebsbedingungen sollte die Auskleidung mit Fuchs Rohr abgestimmt werden.
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23. Welche Auskleidung eignet sich für kalkaggressive oder sehr weiche Trinkwässer?
Durch ein kalkaggressives oder sehr weiches Wasser kann es zu einer Reaktion des zu transportierenden Wassers mit der Auskleidung kommen. Die Folge kann z.B. eine u.U. unerwünschte pH-Wert Erhöhung sein. Ebenso wie bei Abwasserleitungsrohren übernimmt Fuchs auch hier eine Beurteilung der Wasserqualität, um eine geeignete Auskleidung festzulegen. Bei Bedarf wird dann z.B. eine speziell nachbehandelte Zementmörtel-Auskleidung auf Portlandzementbasis gefertigt.
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24. Wie errechnet sich der minimale Biegeradius für geschweißte Wasserrohrleitungen aus Stahl?
Der minimale Biegeradius errechnet sich nach der Formel Rmin=500xDa [m], wobei Da der Außendurchmesser des Rohres in Metern ist.
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25. Wie errechnet sich der minimale Biegeradius für Gasrohrleitungen?
Der minimale Biegeradius richtet sich nach dem Betriebsdruck der Rohrleitung. Bei Betriebsdrücken bis 4 bar errechnet er sich nach DVGW-Arbeitsblatt G 462/I "Gasleitungen aus Stahlrohren mit Betriebsdruck bis 4 bar" nach der Formel Rmin= 210*S/K*Da, bei Betriebsdrücken größer 4 bar errechnet er sich nach DVGW-Arbeitsblatt G 462/II "Gasleitungen aus Stahlrohren von mehr als 4 bar bis 16 bar Betriebsdruck" nach der Formel Rmin= 206*S/K*Da (mit S=Sicherheitsbeiwert, K=Streckgrenze des Werkstoffes und Da=Außendurchmesser Rohr).
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26. Welche Schweißverfahren werden üblicherweise angewendet?
Bei Gas- und Wasserleitungsrohren wird heutzutage aufgrund der hohen Wirtschaftlichkeit und der Baustelleneignung in der Regel das Lichtbogenhandschweißen mit umhüllter Stabelektrode angewendet (in Fallnahttechnik mit celluloseumhüllter Stabelektrode). In Einzelfällen und bei kleinen Rohrdimensionen auch das Gasschweißen (nur bei Gasrohrleitungen, nicht bei Wasserrohrleitungen mit Zementmörtel-Auskleidung). Bei besonderen Anforderungen an die Schweißnahtgüte (z.B. Kraftwerkrohrleitungsbau) kommt auch das WIG-Schweißen zur Anwendung.
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27. Welche Elektroden werden für die Fallnahtschweißung verwendet?
Stabelektroden werden nach DIN EN 499 "Umhüllte Stabelektroden zum Lichtbogenhandschweißen von unlegierten Stählen und Feinkornstählen" ausgewählt. Je nach Rohrwerkstoff wird z.B. eine Elektrode des Typs E 42 2 C 25 (für Stähle von St 37.0 bis StE 360.7 bzw. L 360 NB) oder höherwertig verwendet.
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28. Was ist beim Schweißen von Wasserleitungsrohren zu beachten?
Wasserleitungsrohre mit Stumpfschweißverbindung haben eine im Rohrinneren um drei bis fünf Millimeter zurückgesetzte Zementmörtel-Auskleidung. Damit diese nicht durch die Schweißwärme geschädigt wird, sollte die Fallnahtschweißung mit möglichst geringer Wärmeeinbringung durchgeführt werden. Hierzu ist die Wurzellage am Minuspol zu schweißen (übrige am Pluspol) und die Stromstärke, insbesondere für die Wurzellage, nicht zu hoch gewählt werden (z.B. 50 bis 80 A für einen Elektrodendurchmesser von 2,5 mm). Des weiteren sollte in der Wurzellage zuerst von 3 nach 6 und von 9 nach 6 Uhr geschweißt werden. Weitere Informationen können der Verlegeanleitung "Stahlrohre mit Schweißverbindung" entnommen werden.
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29. Sind Fuchs-Wasserleitungsrohre zertifiziert?
Fuchs Stahlleitungsrohre sind für den Transport von Trinkwasser in Bezug auf Funktionsfähigkeit und hygienische Unbedenklichkeit beim ÖVGW zertifiziert, daher werden die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Genusstauglichkeit und Reinheit des Wassers für den menschlichen Gebrauch beim Einsatz der Fuchs-Wasserleitungsrohre erfüllt. Unabhängig von der österreichischen Zulassung werden derzeit beim DVGW die Voraussetzungen geschaffen, eine entsprechende Zertifizierung von Stahlrohren und Formteilen zu ermöglichen.
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30. Was ist eine DKM-Verbindung?
Eine DKM-Verbindung ist eine längskraftschlüssige Steckmuffenverbindung, die in der Muffe zusätzlich zum Tyton®-Dichtring einen eingelegten zweiten Ring (Fuchs-Klemmring) enthält, der über einvulkanisierte Krallensegmente die Längskräfte in der Verbindung überträgt. Diese Verbindung ist für einen Betriebsdruck von bis zu 40 bar einsetzbar.
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31. Was ist eine HDKM-Verbindung?
Eine HDKM-Verbindung (Hochdruck-Doppelkammermuffen-Verbindung) kann im Gegensatz zur DKM-Verbindung (max. 40 bar Betriebsdruck) für Betriebsdrücke bis zu 64 bzw. 100 bar (in Abhängigkeit von der Nennweite) eingesetzt werden. Erreicht wird dies durch den Einsatz höherfester Rohrwerkstoffe und konstruktive Muffenänderungen.
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32. Wie hoch ist die zulässige Abwinkelung in den Muffenverbindungen bei Steckmuffenrohren?
Die zulässige Abwinkelung beträgt bei Rohren mit Tyton®-Verbindung maximal 4 Grad, bei längskraftschlüssigen Muffenverbindungen maximal 3 Grad.
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33. Wie kann die Rohrverbindung bei Steckmuffenrohren hergestellt werden?
Generell mit Stemmeisen (kleinere Rohrabmessungen) oder Bagger bei größeren Rohrdimensionen. Für die Herstellung von längskraftschlüssigen Verbindungen kann auch ein speziell von Fuchs Rohr entwickeltes Verlegegerät verwendet werden. Dieses kann sowohl zum Rohreinzug als auch zur Demontage eingesetzt werden. Grundsätzlich muss nach Herstellung der Rohrverbindung der richtige Dichtungsringsitz mittels Taster überprüft werden.
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34. Wie erfolgt die Entriegelung von längskraftschlüssigen Rohrverbindungen?
Hierfür werden auf Wunsch Halbschalen (bis DN 150) oder Entriegelungsbleche und Schlagkeile mitgeliefert. Die Werkzeuge werden zwischen Krallenelementen und Rohroberfläche eingeschlagen, danach kann die Rohrverbindung z.B. mit Hilfe des Verlegegerätes entriegelt werden.
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35. Wie werden Schnittrohre hergestellt?
Rohre werden auf der Baustelle in der Regel mit handelsüblichem Trennschleifer (Stahltrennscheibe) getrennt. Bei allen Rohren mit Kunststoff-Umhüllung erfolgt danach die Rohrerwärmung mittels Gasbrenner nach Möglichkeit von innen, nach Erwärmung des Rohres auf ca. 80 °C wird die Kunststoff-Umhüllung radial und in der Länge eingeschnitten und kann dann relativ leicht vom Rohr abgezogen werden. Abschließend erfolgt die Erneuerung der Rohrfase.
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36. Wie wird das Rohrende eines auf der Baustelle hergestellten Steckmuffenschnittrohres nachträglich geschützt?
Fuchs Rohr liefert auf Wunsch ein Beschichtungsmaterial mit, welches mittels Pinsel auf das neu hergestellte Spitzende aufgetragen wird.
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37. Welches Material wird als Gleitmittel zum Einschieben von Steckmuffenrohren verwendet?
Grundsätzlich kann jedes für den Trinkwasserbereich geeignete Material verwendet werden, auf Wunsch liefert Fuchs Rohr ein Gleitmittel auf Silikonbasis mit Trinkwasserzulassung.
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38. Welche Verbindungstechniken eignen sich für die grabenlose Rohrverlegung?
Aufgrund ihrer absoluten Längskraftschlüssigkeit sind Rohrleitungen mit Stumpfschweißverbindung mit höchster Zugkraftbelastung zu verlegen und eignen sich daher in idealer Weise für die verschiedenen Verfahren der grabenlosen Rohrverlegung, insbesondere des Horizontal Drillings. Bei Wasserleitungsrohren kann alternativ, vor allem bei Vorliegen beengter Verlegebedingungen, das Steckmuffenrohr mit DKM (Dopppelkammermuffenverbindung) verwendet werden.
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39. Wo liegen die zulässigen Betriebsdrücke für Stahlleitungsrohre?
Stahlrohre werden für den vorgesehenen Innendruck nach DIN 2413 Teil 1 "Stahlrohre; Berechnung der Wanddicke gegen Innendruck" berechnet. Sowohl für Gas- als auch Wasserleitungsrohre sind Nennwanddicken in den jeweiligen Fertigungsnormen vorgesehen, die in der Regel bereits weit über den normalerweise üblichen maximalen Betriebsdrücken liegen. Bei Hochdruckrohren wird im Einzelfall eine Berechnung durchgeführt. Wasserleitungsrohre aus Stahl mit Steckmuffenverbindung sind grundsätzlich für bis zu 40 bar Betriebsdruck ausgelegt (mit Tyton®-Sit bis maximal 16 bar), für hohe Betriebsdrücke von bis zu 100 bar kann auch die längskraftschlüssige HDKM-Muffenverbindung verwendet werden
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